Ups...Rick Perry ist raus

Rick Perry - der ehemalige Gouverneur aus Texas - hat als erster Kandidat im Vorwahlkampf der Republikaner das Handtuch geworfen. In Umfragen ist er kaum über die 1 Prozent-Marke hinausgekommen und das hätte ihm auch bei der zweiten Kandidaten-Debatte am kommenden Mittwoch (diesmal auf CNN) nur einen Platz am Kids-Table eingebracht. Zu wenig für einen Kandidaten seines Kalibers und nachdem auch noch Teile seines Wahlkampfteams abgesprungen waren und auch die Wahlkampf-Dollar nicht flossen wie erhofft, sah Perry keine andere Option mehr.  Neben Perry hätten noch vier andere Kandidaten am Kids-Table sitzen müssen, also vor der Debatte der Kandidaten, die in den Umfrageergebnissen vorne lagen: Lindsey Graham, George Pataki, Rick Santorum und Bobby Jindal. Nur eine Frage der Zeit, wann auch diese Kandidaten aus dem großen Kandidatenfeld verabschieden.

Nach den Umfragen, die CNN für das Line-up der Debatte zu Grunde gelegt hat, führt momentan noch immer Donald Trump mit 23 Prozent das Feld an. auf den nächsten beiden Plätzen liegen dann die Favoriten des politischen Establishments: Jeb Bush auf Platz 2 mit 11,5 Prozent und Scott Walker mit mot 9,4 Prozent. Diesen beiden waren auch bislang sehr erfolgreich im Einwerben von Wahlkampfspenden. (Daten der Federal election Commission)  Jeb Bush hat bereits über 11 Millionen Dollar eingesammelt und Scott Walker hat sich die Unterstützung der Koch Brothers sichern können.  Viel Geld in der Kasse haben bislang auch noch Ted Cruz mit gut 14 Millionen Dollar, Ben Carson mit 10,6 Millionen und Paul Rubio mit 8 Millionen. Donald Trump findet sich in dieser Statistik bislang nicht, weil er seine Wahlkampfausgaben bislang primär aus der eigenen Tasche bezahlt. Nimmt man eine Mischung aus Umfrageergebnissen und eingeworbenen Wahlkampfgeldern, dann hat man bereits eine erstes Favoritenfeld bei den Republikanern.  

 

Und was tut sich bei den Demokraten? Relativ wenig: Hillary Clinton hält sich weitgehend zurück, sie ist in erster Linie im Verteidigungsmodus, wenn es um die e-mail Affaire geht. Davon profitiert momentan Bernie Sanders, der Senator aus Vermont,

der sich gerne selbst als Sozialist bezeichnet. Er holt in Umfragen kontinuierlich gegenüber Hillary Clinton auf und zieht bei seinen Wahlkampfveranstaltungen die meisten Leute an. Nur die Medien in den USA haben dieses Phänomen noch nicht so richtig auf dem Schirm. Dabei konnte Sanders bereits 15 Millionen an Wahlkampfspenden sammeln, was in bei den Republikanern an die Spitze bringen würde. Nicht aber bei den Demokraten, denn das Clinton Team hat bereist 41 Millionen Dollar zusammen gesammelt. Sanders präsentiert sich bei den Demokraten als Outsider, obwohl er schon sehr lange als Senator im Kongress sitzt. Bislang kann er aber mit den Themen Bildung, soziale Gerechtigkeit und seinem Kampf gegen das große Geld in Washington insbesondere bei jungen Wählern mobilisieren. Es ist allerdings fraglich, ob Sanders ein ähnliches Momentum entwickeln kann wie 2008 Barack Obama. Bleibt noch ein weiterer Kandidat bei den Demokarten, oder besser gesagt Nicht-Kandidat: Vizepräsent Joe Biden hat sich noch immer nicht entschlossen erneut zu kandidieren. Er wäre eine ernste Bedrohung sowohl für Clinton als auch Sanders. Biden hat viel Unterstützung in der demokratischen Partei und genießt auch bei Republikanischen Wählern ansehen. In allen bisherigen Umfragen würde er alle Kandidaten der Republikaner in der kommenden Wahl deutlicher schlagen als Hillary Clinton. Zudem kann er in der Arbeiterklasse gut mobilisieren, weit besser als Hillary Clinton. Es bleibt also spannend und Biden wird sich in den nächsten Wochen entscheiden müssen, zumindest vor dem ersten Kandidatenduell der Demokraten am 13. Oktober in Nevada.

 

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