Clinton kann sich bei Republikanern bedanken 

Hillary Clinton ist die klare Siegerin im Feld der demokratischen Kandidaten in den letzten Tagen. In Umfragen kann sie sowohl national als auch in vielen Bundesstaaten zulegen und damit den Vorsprung  zu ihrem größten Rivalen Bernie Sanders vergrößern. Dies liegt zum Teil an der Entscheidung von Joe Biden nicht in das Vorwahl-Rennen einzusteigen. Zahlreiche Umfragen haben gezeigt, dass insbesondere Clinton unter einem solchen Schritt zu Leiden gehabt hätte. Hilfreich waren dabei aber  auch die Republikaner, die mit ihren hilflosen Attacken Clinton immer wieder ins Zentrum des Medieninteresses rücken und das schafft ihr die nötige mediale Präsenz, die man in einem solchen Wahlkampf braucht. Mit ihrem  11-stündigen Marathonauftritt vor dem Benghazi-Komitee gestern, konnte sie sich als die souveräne, ruhige und kompetente Kandidaten präsentieren, die bei den Bürgern gut ankommt. Und wirklich schwer haben es ihr die Republikaner dabei nicht gemacht. Zum ersten ist das Thema eigentlich schon durch, alle Informationen auf dem Tisch und die Verantwortungen weitgehend geklärt. Zum anderen haben die Republikaner ein sinnvolles und wichtiges Instrument zur legislativen Kontrolle der Exekutive zu einem parteipolitischen Instrument umfunktioniert und dies auch noch in der Öffentlichkeit zugegeben. Das kommt bei der Öffentlichkeit nicht gut an. 2:0 für Clinton.

Neben dieser direkten Hilfe der Republikaner während des Vorwahlkampfs, profitiert Clinton weiterhin indirekt auch vom chaotischen Vorwahlkampf der Republikaner.  Trump erweist sich als weitaus beständiger und hartnäckiger im Vorwahlkampf, als dies viele Experten erwartet haben. Immerhin 42 Prozent der Republikanischen Parteianhänger gehen inzwischen davon aus, das Trump der Kandidat der Republikaner wird. Und auch davon profitiert Hillary Clinton momentan. In allen Umfragen, die danach fragen, wen die US Bürger zum Präsidenten wählen würden, führt Clinton deutlich gegenüber Trump, in manchen Umfragen sogar mit zweistelligen Prozentzahlen.

All dies muss allerdings noch immer mit Vorsicht thematisiert werden. Es ist noch immer relativ früh im Wahlkampf, die heiße Phase des Vorwahlkampfes fängt erst im Dezember an und bis dahin kann noch viel passieren.

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