Zeit zum Durchatmen

Die kommenden Tage bieten die Möglichkeit zum Durchatmen, zur Reflexion über das vergangene Jahr und über das, was das neue Jahr bringen wird. Das gilt natürlich auch für die Kandidaten, die sich im Rennen um den Einzug ins Weiße Haus befinden. Dies Rennen hat bereits begonnen, die Kandidaten auf beiden Seiten - bei den Demokraten und bei den Republikanern - haben sich bereits in verschiedenen Rededuellen beweisen können und im Februar geht es dann in die nächste Runde, in der endlich die Bürger in den einzelnen Staaten abstimmen können, in Primaries and Caucuses. Im Juli werden dann beide Parteien auf ihren Conventions basierend auf den Wahlentscheidungen in den Einzelstaaten endgültig über den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten entscheiden und am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November wählen die US-Bürger dann die Wahlmänner ins Electoral College, das im Dezember 2016 dann den 45. Präsidenten der USA wählen wird.

Momentan stützen sich alle Spekulationen über Erfolg und Misserfolg der Kandidaten noch auf mediale Präsenz und zum Teil fragwürdige Umfragen, die die Stimmung in der Gesellschaft zu bestimmen versuchen. Ab Februar haben wir dann endlich handfeste Daten und Ergebnisse, die uns verlässlichere Informationen über den Stand im Rennen bieten werden. dann muss sich zeigen, ob Donald Trump wirklich der hohe Favorit im Republikanischen Lager ist oder ob wir hier ein Phänomen sehen, das sich in erster Linie aus Verdrossenheit mit der Politik in D.C.  und aus der Logik des medialen Systems heraus erklären lässt. Trump spielt momentan auf dieser Klaviatur sehr erfolgreich, er hat eine extrem hohe medial Präsenz, ohne dafür mit Wahlkampfgeldern bezahlen zu müssen. Er bestimmt die Themen im Wahlkampf, ohne die Unterstützung der eigenen Partei zu haben. In Umfragen hinter Trump finden wir momentan die Kandidaten, denen die politischen Experten die größten Chancen im Vorwahlkampf der Republikaner zusprechen: Ted Cruz und Marco Rubio. der Kandidat, der mit den größten Erwartungen und Ressourcen ins Rennen gestartet ist, liegt momentan abgeschlagen im hintersten Feld: Jeb Bush. Hier scheint der Rucksack der Bush-Familie zu schwer für einen Kandidaten, der ohne Esprit und Charisma durch diesen Wahlkampf geht.  Hier müssen die ersten Entscheidungen in Iowa und New Hampshire zeigen, wie populär die Kandidaten wirklich sind. Ted Cruz scheint hier momentan einen Vorteil in Iowa zu haben, Trump führt die Umfragen in New Hampshire  an.

Bei den Demokraten hofft Hillary Clinton nicht wieder die Erfahrungen zu machen, die sie bereist 2008 gemacht hat: als klare Favoritin ins Rennen zu gehen, um dann noch auf Platz zwei zurück zufallen. Die Frage ist, ob Bernie Sanders ein vergleichbares Momentum entwickeln kann, wie es Barack Obama 2008 gelungen ist. Momentan liegt Clinton in Umfragen noch deutlich vor Sanders.  

Die Kandidaten auf beiden Seiten haben nun ein wenig Zeit, um ihre Kampagnen neu auszurichten, um dann im Januar in Runde zwei des Wahlkampfs zu gehen. Auch ich werde die kommenden Wochen zur Reflexion nutzen und werde mit weiteren Kommentaren zu den Vorwahlen Mitte Januar wieder online sein. Bis dahin wünsche ich allen geruhsame Feiertage und alles Gute für das neue Jahr!         

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Kommentare: 1
  • #1

    Latoyia Didonato (Samstag, 21 Januar 2017 23:43)


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