Das 10. Duell der Republikaner - Mitt is back!

Da waren es nur noch fünf Kandidaten, die sich in Houston um die Nominierung der Republikanischen Partei beworben haben. Aber eigentlich geht es nur noch um drei Kandidaten: Trump, Rubio und Cruz. Und das hat sich auch in der Debatte widergespiegelt: nicht nur standen diese drei Kandidaten im Zentrum der Bühne, zwischen ihnen spielte sich auch fast alles ab.  Kaum war die Debatte vorüber, startete die Diskussion in den Medien darüber, wer denn nun gewonnen habe. Das Problem dabei: anscheinend fehlen momentan auch die Maßstäbe, um zu entscheiden, wer gewonnen, wer verloren hat, was bei den Parteianhängern ankommt und was nicht. Natürlich müssen Rubio und Cruz langsam in die Offensive gegen Trump gehen. Zu hoch sind seine Umfragewerte momentan. Wenn sich hier nichts ändert und nichts außergewöhnliches passiert, dann hat Trump die Nominierung Ende März eventuell schon sicher. Und so mühten sich beide auch sichtlich Trump zu attackieren. Rubio gelang sogar eine Art Chris Christie Attacke, unter der er noch vor einigen Wochen selbst gelitten hatte. Aber wie damals, muss auch jetzt bezweifelt werden, ob dies fruchtet. Wer Trump bis heute unterstützt, der wird sich auch von diesen Attacken nicht wirklich beeindrucken lassen. Das Problem von Cruz und Rubio ist vielmehr die fehlende Mobilisierungswirkung im Vergleich zu Trump. Trumps Anhänger werden die Debatte in einem ganz anderen Licht sehen: da steht einer, der die Wahrheit sagt und wird von diesem Mainstream Politikern aus Washington dafür kritisiert! Seine Anhänger wollen keine Debatte über Details der Gesundheitsreform, was hier funktioniert oder nicht, die wollen auch keine differenzierte Erörterung des Konfliktes zwischen Palästina und Israel. Nein, sie wollen einen starken Mann, einen aus der Wirtschaft - einen 'Selfmade-MAN' und sie wollen eine Mauer zu Mexiko und sie trauen Trump zu, das er Mexiko dafür zahlen lassen wird. Trump hat das Image des rücksichtlosen Geschäftsmannes und viele Anhänger der Republikanischen Partei wollen dies Rücksichtslosigkeit nun auch im Weißen Haus sehen.  

 

Von den beiden Attackierenden - Rubio und Cruz -  hat ersterer diese Rolle besser ausgefüllt. Er war souveräner, hat seine Attacken zielgerichteter gesetzt, war dabei sogar zum Teil amüsant und man hat es Trumps Gesicht angesehen, dass er sich nicht wohl gefühlt hat. Wähler, die eine solche Strategie sehen wollen, sind also momentan bei Rubio besser aufgehoben als bei Cruz. Rubio konnte sich so also erneut als einziger Alternative für die Republikanische Partei präsentieren. Als Gewinner kann er doch nicht gelistet werden, zu schwach sein Auftritt insgesamt, Cruz dagegen als einer der Verlierer. Der zweite klare Verlierer des Abends ist CNN. Wolf Blitzer konnte nicht überzeugen und das Trump gleich nach dem Duell noch auf CNN aus ausführliches Interview geben durfte - jeder soll seine eigenen Schlüsse hieraus ziehen.  

 

Mit der Debatte gestern hat sich aber endgültig eine neuer Akteur im Rennen etabliert, den man im Auge behalten sollte: Mitt Romney. Über seine Rolle wurde in letzter Zeit in den Medien schon viel spekuliert. Zaubert die Partei in eventuell aus dem Hut, wenn der Parteitag der Republikaner im Juli keinen klaren oder den falschen Kandidaten an der Spitze des Feldes sieht. Bislang hatte Romney sich erstaunlich zurückgehalten. In Nevada hätte er als Mormone sicherlich eine große Rolle spielen können. Eine offizielle Unterstützung für Rubio hätte diesem sicherlich einen wichtigen Schub gegeben. Romney hielt sich aber zurück. In den Tagen vor der Debatte ist er nun aus der Deckung gegangen und startete einen Angriff auf Trump: der solle endlich seine Steuererklärungen der letzten Jahre offenlegen.  Romney ging es hierbei nicht nur um Transparenz, er vermutet eine Knalleffekt in diesen Erklärungen, ohne dies jedoch zu spezifizieren. In den Medien entwickelt sich gerade eine agnz seltsame Argumentationslinie: Romney sei genau das Alphatier, das Trump auf Augenhöhe begegnen könne. Damit werden Cruz und Rubio auf den Status rebellierender Jugendlicher reduziert. Ob das den Republikanern in ihren Bemühungen gegen Trump hilft?  Wenigstens in einem hatte Trump gestern recht: sollte er die Nominierung bekommen, dann haben wir eine andere Republikanische Partei- oder vielleicht auch zwei. Und davon profitieren in erster Linie die Demokraten    

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Kommentare: 2
  • #1

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