The Empire Strikes Back

So langsam formiert sich der Widerstand in der Republikanischen Partei gegen einen möglichen Kandidaten Donald Trump. Und nach den klaren Gewinnen von Trump am vergangenen Super Tuesday wird dies auch aller höchste Zeit. Mitt Romney hat für heute eine offizielle Stellungnahme angekündigt und es ist nicht zu erwarten, dass er Chris Christie folgen wird und Trump unterstützt. Und eine Gruppe von einflussreichen Geldgebern und Strategen der Republikanischen Partei investieren momentan Millionen von Dollar in Wahlwerbung in Florida und Ohio, damit die Siegesserie von Trump dort eine Ende finden möge. In beiden Staaten finden die Vorwahlen am 15. März statt und dort können wie in Texas andere Kandidaten siegen. In Ohio Gouverneur John Kasich, der momentan in Umfragen dort fast gleichauf liegt mit Donald Trump und dem der Statistik- und Umfrageguru Nate Silver sogar eine 41 prozentige  Siegeschance zuspricht.  Etwas schwieriger wird es wohl für Marco Rubio in seinem Heimatstaat Florida, dort sehen die Umfragen momentan noch Donald Trump klar in Front. Kein Wunder also, das dort eine SuperPac mit dem Namen 'Our principles' massiv Stimmung macht gegen Trump. Zusammengenommen werden anti-Trump Organisationen wohl bis zu 7 Millionen US Dollar in Florida investieren, um Trump zu stoppen. Ohio und Florida könnte auch die letzten Chancen sein, um eine Nominierung von Trump  auf dem Parteitag im Juli zu verhindern. Allerdings kann sich die Republikanische Parteiführung noch immer nicht klar für einen der anderen Kandidaten begeistern. Cruz erscheint zu konservativ, um im November erfolgreich zu sein, Rubio zu jung und unerfahren. Blieb noch immer John Kasich, der aber bislang in den Abstimmungen nur unter ferner liefen abgeschnitten hat. Scheitert die Partei hier in der kommenden Zeit, müsste ein Coup auf dem Parteitag die Nominierung verhindern.

Vielleicht könnte sich aber auch eine dritte Partei etablieren, darauf deuten zumindest die immer größere Anzahl von einflussreichen Republikanischen Politikern an, die offen kundtun, dass sie Trump im November nicht wählen würden. Kürzlich traten Senator Sasse aus Nebraska und Gouverneur Baker aus Massachusetts diesem illustren Kreis der Republikaner bei. Trump hat inzwischen zahlreiche Flügel der Republikanischen Wählerkoalition verschreckt. für die christlichen Aktivisten ist sein aggressives Auftreten abschreckend,  Zentristen sehen in ihm den am stärksten polarisierenden Kandidaten seit Jahrzehnten und viele andere in der Partei und der Anhängerschaft haben ein ungutes Gefühl, Trump die Kontrolle über die Nuklearwaffen zu übertragen.  Auch konservative Heroen wie William Kristol, der Herausgeber des Weekly Standard Magazins, gehen inzwischen auf Distanz zu Trump und auch Paul Ryan, Sprecher des Repräsentantenhauses, kritisiert öffentlich Trump, in erster Linie weil Trump sich von David Duke unterstützen lässt, einem ehemals führenden Mitglieds des Ku Klux Klans.

Dieser Vorwahlkampf hat bereits einige Überraschungen parat gehabt und das wird sich wohl auch nicht ändern. Für Politik-Junkies ist es spannend, für andere mag es verschreckend sein. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Analisa Ogilvie (Dienstag, 31 Januar 2017 21:17)


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