Keine klaren Sieger

Auch wenn die Medien Trump und Clinton schnell als Sieger gefeiert haben, mit den Ergebnissen vom gestrigen Dienstag können die beiden nur bedingt zufrieden sein. Erwartungsgemäß haben beide die Vorwahlen in Arizona gewonnen, für Trump ein großer Fang, er konnte sich dort alle 58 Delegiertenstimmen sichern (Winner-Takes-All). Den Sieg musste er aber auch einfahren, um noch Chancen auf die magische Zahl von 1237 Delegierten im Juli zu haben, die ihm eine Nominierung sichern würde. 47 Prozent erzielte Trump in Arizona, Cruz kam auf 24 Prozent und Kasich liegt abgeschlagen mit 10 Prozent der Stimmen auf dem letzten Platz.  In Utah allerdings konnte sich Cruz aufgrund seines hohen Wahlergebnisses von 69 Prozent alle Delegiertenstimmen (40) sichern. Trump liegt hier mit 14 Prozent der Stimmen noch hinter Kasich, für den 17 Prozent stimmten. Die Umfragen haben zwar einen klaren Sieg für Cruz prognostiziert, unklar war allerdings, ob die anderen Kandidaten wenigstens noch ein paar Delegiertenstimmen würden gewinnen können. Trump konnte somit seinen Vorsprung leicht ausbauen, mehr aber auch nicht.

Hillary Clinton als Siegerin des gestrigen Tages zu bezeichnen, ist schon mutig. Sie hat in den drei Staaten zusammen 51 Delegierte gewonnen, Sanders dagegen 57.  Utah und Idaho waren beides Parteiversammlungen und hier hat Sanders klar gewonnen. In Utah erhielt er 76,4 Prozent der Stimmen und in Idaho sogar 78 Prozent! erstaunliche Zahlen inmitten eines Mediendiskurses, der Clinton schon als die klare Siegerin bezeichnet. Die nächste Winner-Takes-All Abstimmung findet in Wisconsin am 5. April statt - 96 Delegierte werden hier bestimmt und es sieht in den Umfragen für Sanders ziemlich gut aus. Vorher geht es am 26. März noch nach Alaska, Hawaii und Washington State.

 

Ich melde mich Mitte April wieder!

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