Endspurt im Wahlkampf

Der Wahlkampf in den USA biegt auf die Zielgeraden ein und Hillary Clinton hat noch mal Rückenwind bekommen. Gegen Ende der Woche legte sie in den nationalen Umfragen wieder zu und am Sonntag verkündete das FBI, dass auch in den neuen E-mails nichts drin ist, was in irgendeiner Form eine Anklage gegen Clinton rechtfertigen würde. Die allermeisten e-mails waren eh Kopien von mails, die dem FBI schon lange vorlagen. Gute Nachrichten für die Demokraten einen Tag vor der Wahl.

Und auch die so wichtige 'election map' sieht momentan gut für Clinton aus. Die Demokraten müssten schon alle der sogenannten 'Toss Up States' verlieren, also die Staaten, in denen ein Kopf an Kopf Rennen vorhergesagt wird (Florida, New Hampshire, Ohio, Iowa und North Carolina) und dann müsste Trump noch einen Staat aus Clintons zweiter Verteidigungslinie gewinnen: Michigan, Minnesota oder Pennsylvania. Und dann ist da noch Nevada: bislang klar gebucht auf dem Konto der Republikaner. Die hohe Wahlbeteiligung der Latinos hier kann aber zu einer Überraschung führen. Trumps Weg zu 270 Wahlmännern ist also viel weiter als der von Hillary Clinton. Gewinnt Clinton Florida oder Ohio, dann hat Trump keine Chance mehr. Trump setzt seine Hoffnungen und Ressourcen momentan auf Michigan. Dort hatte im Vorwahlkampf Sanders auch überraschend  Clinton geschlagen. Trump hofft diese Wähler für sich gewinnen zu können. 

Keine guten Aussichten für Trump und gewinnt Clinton einen der umkämpften Ostküstenstatten, dann könnte das ein kurzer Wahlabend werden. Spätestens wenn die Ergebnisse aus Michigan eintrudeln, dann wird Gewissheit herrschen, wer nächster Präsident oder Präsidenten der USA wird.  

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