Präsident Trump

Als sich Donald Trump im Vorwahlkampf gegen seine zahlreichen Mitstreiter hat durchsetzen können, gingen noch viele davon aus, dass wir im Hauptwahlkampf einen anderen Trump erleben werden. Im Vorwahlkampf muss man die eigenen Parteibasis hinter sich bringen, im Hauptwahlkampf jedoch mehr in der politischen Mitte mobilisieren.  Das hatte man aus den vorangegangenen Wahlen gelernt. Trump hatte wohl als einer der wenigen erkannt, dass sich die Situation in den USA geändert hatte. Er blieb auch im Hautpwahlkampf der Trump des Vorwahlkampfes und war erfolgreich damit. Alles richtig gemacht! Das Trump Team hatte erkannt, wir satt große Teile der Bevölkerung die Politik in D.C. haben.  Na gut, Clintons miserabler und inhaltsloser Wahlkampf hat Trump wohl ebenso geholfen wie das FBI und Putin.

Als sich Donald Trump im Vorwahlkampf gegen seine zahlreichen Mitstreiter hat durchsetzen können, gingen noch viele davon aus, dass wir im Hauptwahlkampf einen anderen Trump erleben werden. Im Vorwahlkampf muss man die eigenen Parteibasis hinter sich bringen, im Hauptwahlkampf jedoch mehr in der politischen Mitte mobilisieren.  Das hatte man aus den vorangegangenen Wahlen gelernt. Trump hatte wohl als einer der wenigen erkannt, dass sich die Situation in den USA geändert hatte. Er blieb auch im Hautpwahlkampf der Trump des Vorwahlkampfes und war erfolgreich damit. Alles richtig gemacht! Das Trump Team hatte erkannt, wir satt große Teile der Bevölkerung die Politik in D.C. haben.  Na gut, Clintons miserabler und inhaltsloser Wahlkampf hat Trump wohl ebenso geholfen wie das FBI und Putin.

Jetzt war der dort, wo er wohl schon seit 2008 hinwollte: im Weiße Haus, im Zentrum der Macht! Zeit sich zu verändern! Eine Programmentwurf vorzulegen, eine Vision für die Zukunft Amerikas zu entwickeln, die Über "We will Make America Great Again' hinausgeht. Die Hand auszustrecken, um eine breite Reformkoalition zu bilden. Weit gefehlt. Trump blieb im Kampagnenmodus. Beschimpfte jeden, der ihn kritisiert, in erster Linie die kritische Presse, die Müll sei  und nur Lügen verbreite. Er war angetreten, um den Sumpf in Washington auszutrocknen! Aber was hat er mit seinem Vorschlägen für sein Team im West Wing und seiner Administration gemacht? Er hat den Sumpf privatisiert. Teile seiner Familie gehören jetzt zum engsten Beraterkreis und seine Ministerriege ist die Wohlhabendste in der modernen Geschichte der USA.  Noch schaut der 'kleine Mann' zu und hofft auf den Wechsel, den Trump im Wahlkampf versprochen hat. Fragt sich wie lange noch!

Seit gestern ist Trump nun Präsident und viele hofften erneut, wir werden jetzt einen anderen Trump erleben. Doch seine Antrittsrede war eine Mischung aus dem was üblicherweise in solchen Reden gesagt wird und Trump Wahlkampfrhetorik. Es hat schon tradition, dass in solchen Reden die neu gewählten Präsidenten ein starkes Amerika beschwören. Neue Präsidenten müssen natürlich auch klar machen, was sie jetzt anders machen werden. Dazu wird oftmals eine Krise skizziert, aus der die USA aber gestärkt herausgehen werden, eben weil es Amerika ist, die von Gott erwählte Nation, um der Welt eine Vorbild zu sein, nicht vergleichbar mit anderen Nationen. Dies Botschaft hat Trump gestern auch verkündet, aber eben in Trump Manier. Die USA seinen unter der vergangenen Präidenten niedergemetzelt worden, die Großstädte versinken in Gewalt, Drogen und Kriminalität. Damit sei jetzt Schluss. Die USA wird sich alles wiederholen, was die anderen Nationen ihnen weggenommen haben, die Grenzen dicht gemacht und auf die eigene wirtschaftliche und militärische Stärke gesetzt: America First. Politik wird wieder zum Nullsummenspiel: einer gewinnt und der andere verliert! Von Integration, Solidarität und Zusammenarbeit kein Wort: Brücken werden nur in den USA gebaut und zwar über Flüsse, nicht zwischen den Menschen oder Staaten. Ansonsten werden Mauern gebaut! Natürlich findet diese Rhetorik Applaus bei Despoten wie Putin, denn die ticken genauso. Mit einer solchen Politik fallen die USA zurück ins Großmachdenken des 19. Jahrhundert, in der Politik in nationalistischen Kategorien gedacht wird.

Im Wahlkampf konnte man Trumps Auftreten noch strategisch interpretieren, aber was soll die Welt von dieser Amtsantrittsrede halten? Wieder nur eine Nebelgranate, um von den eigentlichen Zielen abzulenken: eine Fortsetzung der neoliberalen Politik der Deregulierung und Privatisierung, die Trump von den konservativen Hardlinern eingeflüstert bekommt?  Als Gegenleistung kann er sich und seinen Familienclan durch sein Amt weiter bereichern.

Warten wir auf Montag, dann muss Trump durch politische Entscheidungen zeigen, in welche Richtung das Land steuern wird. Bis dahin kann er sich die Proteste anschauen, die in den USA und weltweit stattfinden. Wird das vielleicht Zweifel in ihm wecken, wohl kaum. Denn Trump ist Trump wie er immer war und so bleibt er auch!      

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Kommentare: 1
  • #1

    Hermann Poeschel (Dienstag, 31 Januar 2017 23:45)

    Naja, einen triftigen Grund hat Trump schon, Obamacare abzuschaffen: Dass jemand ihn zum Psychiater schleppt und dann womöglich noch die Behandlung über Kasse abrechnet, das muss unbedingt verhindert werden.....